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Zierfischhaltung im Süßwasseraquarium

Süßwasseraquarium

Arbeitsintensives Hobby

Die Einrichtung eines neuen Aquariums macht sehr viel Spaß. Wenn dann alles eingerichtet ist und die Fische gekauft sind, ist die Arbeit jedoch nicht getan. Wer länger Freude an seinen Fischen haben möchte, muss regelmäßig und dauerhaft einige Aufgaben erledigen.

Wasserwechsel

Die wichtigste Tätigkeit für die Gesundheit der Aquarienbewohner sind regelmäßige Teilwasserwechsel. Je nach Größe des Aquariums sollte einmal wöchentlich oder alle 14 Tage ein Teilwasserwechsel durchgeführt werden, bei dem 20% des Aquariumswasser durch frisches Wasser ersetzt wird. Wenn die Teilwasserwechsel zu selten durchgeführt werden, erkranken die Fische und anderen Bewohner früher oder später. Schädliche Abbauprodukte aus den Ausscheidungen der Fische reichern sich im Wasser an. Es gibt viele Bakterien im Aquarium, die den Fischen nur Schaden zufügen, wenn sie in einer großen Anzahl auftreten. Wird das Wasser nicht gewechselt, vergrößern sich die Populationen. Beispielsweise das Bakterium Mycobacterium marinum kommt fast immer im Aquariumwasser und auch in natürlichen Gewässern vor. Wenn die Fische in einem schlechten gesundheitlichen Zustand sind und die Anzahl der Bakterien hoch ist, erkranken viele Fische an Fischtuberkulose. Aus diesen Gründen sind die Teilwasserwechsel unumgänglich.

Reinigung der Filter- oder Pumpanlage und deren Schläuche

Der Außen- oder Innenfilter setzt sich mitsamt seinen Schleuchen und Drüsen regelmäßig zu und muss gereinigt werden. Das ist meist eine sehr nasse und umständliche Arbeit, da alles zunächst aus- und dann später wieder eingebaut werden muss.

Mulm absaugen

Wenn das Aquarium länger läuft, bildet sich an einigen Stellen am Boden oder in Ecken oder auch zwischen den Wasserpflanzen große Ansammlungen von Mulm, der nach dem Zersetzungsprozess der Ausscheidungen der Fische übrigbleibt. Grundsätzlich ist dieser Mulm nicht schädlich, im Gegenteil: Er enthält viele nützliche Bakterien. Aber in großen Mengen sieht er sehr hässlich aus und lässt das ganze Aquarium schmutzig aussehen. Deshalb müssen ungefähr alle 14 Tage die Mulmansammlungen abgesaugt werden.

Scheiben reinigen

Wer genug Wasserschnecken oder Süßwassergarnelen im Aquarium hat, braucht die Scheiben normalerweise kaum saubermachen. Wenn allerdings bestimmte Fische wie zum Beispiel Prachtschmerlen (Chromobotia macracanthus) gehalten werden, sind Wasserschnecken und Garnelen nicht möglich, wodurch der Algenbildung nichts entgegengesetzt werden kann. In solchen Fällen müssen auch die Scheiben regelmäßig von Belag und Algen befreit werden, wenn man seine Fische noch sehen möchte.

Typische Fehler

Zu viel Futter

Die Fische brauchen nur sehr wenig Futter. Ein Aquarium, dass schon längere Zeit betrieben wird, (eingefahrenes Aquarium) und mit genügend Wasserpflanzen bepflanzt ist, bietet den Fischen außer dem Trockenfutter weitere Nahrungsmöglichkeiten. Einmal am Tag ein wenig Futter geben ist dann vollkommen ausreichend. Es ist für ausgewachsene Fische sogar gesundheitsförderlich, wenn sie einmal wöchentlich kein Futter von außen bekommen.

Zu viele Fische

Gerade für Kinder ist es sehr spannend, neue und unbekannte Fische zu kaufen. Für die Fische ist das aber alles andere als angenehm, sich eng mit vielen anderen Arten zu im viel zu kleinen Aquarium zu tümmeln. Die Fische erleben dann permanenten Stress und versterben innerhalb weniger Wochen. Wenig Fische und nur wenig verschiedene Arten, die zusammen harmonieren, führen dazu, dass man langfristig etwas von den Fischen hat und sie ihre natürliche Lebenserwartung erreichen.

Fische nach dem Aussehen kaufen

Intuitiv bietet es sich an, im Zierfischhandel nach schönen und interessanten Fischen zu gucken, und sich dann die schönsten und interestssantesten Fische zu kaufen. Leider haben die unterschiedlichen Fischarten ganz verschiedene Ansprüche an die Wassertemperatur und -werte sowie Art und Einrichtung des Beckens. Manche Arten bekriegen sich oder sind sogar untereinander natürliche Fressfeinde. Die Fische sollten nach Ansprüchen an die Wasserqualität und Temperatur ausgewählt werden. Am besten sollten nur Arten kombiniert werden, die auch in ihren natrürlichen Gewässern aufeinander treffen könnten. Optimal ist es, die Wasserwerte des vorhandenen Leitungswassers zu ermitteln und danach passende Fische auszuwählen. Viele vergessen auch beim Kauf neuer Fische, sich nach der Endgröße der Tiere zu erkundigen. Die sehr beliebten Prachtschmerlen (Chromobotia macracanthus) erreichen beispielsweise eine maximale Gesamtlänge um die 30 Zentimeter. Manch niedlicher kleiner Fisch erreicht eine Endgröße, die das Aquarium übersteigt, in dem er zum Verkauf angeboten wird: Der Haiwels (Pangasius hypophthalmus) wird bis zu 1,3 Meter groß.

Zoohandlungen

Krallenfrosch

Entgegen der Aussagen vieler Zierfisch- und Zoohandelsverkäufer, kommen nicht nur Kaltwasserfische ohne Heizung aus, sondern sehr viele übliche tropische Zierfische wie Guppys und Platys sind mit der Raumtemperatur in Wohnräumen auch im Winter vollkommen zufrieden. Der Zierfischhändler möchte natürlich seine Waren verkaufen. Aber ob man sich den einen oder anderen überflüssigen Artikel aus der Aquariumtechnik oder dem Futtersortiment andrehen lässt, ist nicht so tragisch, es schadet nur dem eigenen Geldbeutel, aber sichert auch die Existenz der Unternehmung des Zoohandels. Ethisch problematisch ist aber bei vielen verkauften Zierfischarten der Weg, wie sie in das Zoogeschäft kommen. Die Fische sollten kein Massenprodukt sein, sondern als Lebenwesen betrachtet werden. Oft verlieren leider die meisten dieser Lebenwesen auf dem Weg zum Aquariumhandel ihr Leben, was von vornherein mit einkalkuliert worden ist. Zierfische werden entweder gezüchtet oder als Wildfänge der Natur entnommen. Gezüchtet wird mitlerweile auch in Europa, aber viele Zierfische werden aus asiatischen Zuchtanlagen zu Tausenden importiert, wobei aufgrund der langen Flug- und Transportzeit sehr viele Fische sterben. Die verstorbenen Fische sind im Preis mit eingerechnet. Noch höher ist die Sterberate bei den Wildfängen. Die Zeit empfielt in ihrem Artikel vom 29.9.2016, das Hobby Aquaristik "endlich ganz abzuschaffen". Das ist natürlich total übertrieben, man kann sein Hobby auch ökologisch ausgewogen betreiben, ohne ständig neue Fische zu kaufen. Meinen letzten Fisch habe ich vor mehr als zwei Jahren gekauft. Zum Beisipel bei der Haltung von Guppys und Platys gibt es immer viele Jungfische. Es entsteht ein Stamm, der sich selbst erhält, wobei sich die Fische mit jeder Generation besser an die speziellen Verhältnisse des Aquariums mit all seinen Standortbedingungen anpassen und robuster und gesünder werden.

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